Warum ich darüber schreibe
Mein Interesse am Buddhismus reicht bis zu einer Reise nach Sri Lanka im Jahr 1998 zurück. Ich verbrachte eine Woche in einem Kloster nahe Dambulla, betete und meditierte in einem Höhlentempel, vollzog vorsichtig erste religiöse Rituale. Diese Erfahrungen vertieften und veränderten meinen Blick auf Religion. Spätere Reisen nach Thailand und Kambodscha erweiterten mein Verständnis der Theravāda-Tradition.
2024 reiste ich erstmals nach Japan. Die Verbindung von Buddhismus und Shintō, die alten Pilgerwege und die bis heute gelebten Rituale weckten den Wunsch, den Shikoku-Henro zu gehen. Aus meinen Reiseaufzeichnungen und religionswissenschaftlichen Fragen entstehen seither zwei Bücher.
Das Hauptwerk soll persönliche Erfahrungen mit der Reflexion religiöser Praxis verbinden und von Tempeln, Begegnungen und dem Alltag des Pilgerns erzählen. Ich bin noch mitten im Schreiben, so wie ich mich weiterhin auf dem Henro befinde.
Sebastian Sachs
Ich bin Sebastian Sachs, Erziehungswissenschaftler und Autor. Studiert habe ich auch Religionswissenschaft. Seitdem reise ich regelmäßig nach Japan. Bevor ich 2025 den Shikoku-Henro für mich entdeckte, führten mich meine Reisen unter anderem auf den Kumano Kodō und zu weiteren bedeutenden Pilgerorten des Landes.
Am Henro interessieren mich besonders die religiöse Praxis in den Tempeln und die Vielfalt der dort vollzogenen Rituale. Unterwegs beobachte ich Menschen, die diesen Weg auf ihre eigene Weise gehen.
Dabei verstehe ich mich als Lernender. Mit jeder Reise entdecke ich weitere Abschnitte des Pilgerwegs und vertiefe mein Verständnis des japanischen Buddhismus.
Meine Reisenotizen erzählen vom Unterwegssein zwischen den Tempeln und vom Henro-michi, zu dem ich immer wieder zurückkehren möchte.